Der Greif lädt Verlage und Künstler:innen ein, kürzlich erschienene Fotobücher und Künstlerbücher zur Auswahl einzureichen. Diese Ausschreibung versteht sich als Raum der Begegnung zwischen Praktiken, Geografien und Denkweisen, die das Buch als kritische und poetische Form begreifen – als Orte geteilter Autorschaft, der Zusammenarbeit, der Sichtbarkeit, der Verletzlichkeit und der Zirkulation. Sie prägen, wie Arbeiten gelesen, geteilt und letztlich erinnert werden. In einer Zeit, die von beschleunigten Bildströmen und sich wandelnden Ökonomien der Aufmerksamkeit geprägt ist, bleibt das Fotobuch ein Ort der Langsamkeit, der Absicht und der Tiefe, an dem sich visuelle Sprache nach ihren eigenen Regeln entfalten kann.